Verband: RWE-Entscheidung des Bundeskartellamts sehr bedauerlich
Damals hatte das Kartellamt die von RWE durchgesetzten Strompreise - bezogen auf den CO2-Zertifikatewert - "vorläufig" in erheblichem Maße als missbräuchlich bzw. kartellrechtswidrig bezeichnet. Der VIK hatte 2005 diese kartellrechtliche Missbrauchsbeschwerde wegen der Einpreisung kostenlos erhaltener CO2-Zertifikate beim BKartA eingereicht.
Im Wege dieser Einstellungsentscheidung des BKartA erfolge laut VIK keine Kritik an der Marktmacht von RWE, unangetastet blieben auch die CO2-Sondergewinne bei RWE. Außerdem werde keinerlei Missbilligung des Verhaltens von RWE bei der CO2-Einspeisung mehr festgestellt, obwohl die Strompreise in der Abmahnung 2006 "vorläufig" noch als missbräuchlich überhöht eingeschätzt wurden. Dieses Ergebnis stößt auf großes Unverständnis. Was mit der anhängigen Klage gegen E.ON AG passieren soll, ist dazu noch ungeklärt.
Die von RWE vorgeschlagene Strom-Auktion werde aller Voraussicht nach zu Preisen in Höhe des üblichen Großhandelsniveaus führen. Insofern sei, so VIK, diese Auktion keine akzeptable und angemessene Alternative zum derzeitigen Großhandel. Außerdem sei nicht erkennbar, dass durch die RWE-Zusage die in der BKartA-Abmahnung noch deutlich dokumentierten Bedenken gegenüber dem RWE-Verhalten auszuräumen sind. Die "Verpflichtungszusagen" von RWE sind daher unzureichend. "Der VIK muss diese Entscheidung respektieren und bedauert gleichzeitig, dem BKartA dabei nicht folgen zu können", so Dr. Alfred Richmann, Geschäftsführer des VIK. Der Auktions-Vorschlag von RWE schafft die Ursachen für die VIK-Missbrauchsbeschwerde von 2005 nicht aus der Welt und kann den betroffenen Stromkunden die in der Vergangenheit erlittenen Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro jährlich nicht ausgleichen.
Weitere Nachrichten vom 28.09.2007
- Bush will bis Mitte 2008 Absichtserklärungen zu Treibhausgasen
- In Rheinland-Pfalz werden 140 Busse auf Rapsöl umgerüstet
- Raumordnungsverfahren für Ostsee-Erdgasleitung abgeschlossen
- Gericht untersagt E.ON Werbung mit Preisvergleich zur Konkurrenz
- NetCologne geht mit Mobilfunk an den Start
- RWE startet Pilotanlage zur CO2-Abtrennung in Kraftwerken
- Der Energieausweis für Hauseigentümer kommt
- US-Ölpreis bleibt trotz leichter Entspannung nahe Rekordstand
- Vattenfall will Strompreise zum Jahreswechsel nicht erhöhen
- Gaspreiserhöhung der Stadtwerke München rechtens – Klage abgewiesen
- Grüne verlangen Engagement für Zukunft der Leipziger Strombörse
- Slowakei: Millionenstrafe für Telekom-Tochter aufgehoben
- Vermieter ist Vertragspartner: Mieter müssen kalte Wohnung hinnehmen
- Beim Stromverbrauch verschätzt: Nachforderungen nur für zwei Jahre
- Industriekonzern Evonik kauft RWE-Aktien
- Streitbare EU-Kommissarin legt sich wieder mit Telekom-Konzernen an
- Bundesregierung ein Jahr nach Gasmarkt-Öffnung unzufrieden
- Zeitung: Gabriel lehnt Glos-Pläne zu schnellerem Stromnetzausbau ab
- Niederlande rufen zu Boykott von Total wegen dessen Aktivitäten in Birma auf
- Regulierungskongress in Berlin – Netzbetreiber gegen Unbundling
- Energieversorger GGEW mit neuem Ökostromangebot ab November
- Energieversorger GGEW bietet Verbrauchern neue Fixtarife

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
