Venezuela stellt Ölverkauf an US-Firma Exxon Mobil ein

dpa, Verivox | 13.02.2008
Bild: palniki gazowe


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Caracas (dpa) - Die staatliche Ölgesellschaft Venezuelas (PDSVA) hat den Verkauf von Erdöl an den US-Konzern Exxon Mobile eingestellt. Man reagiere damit auf "wirtschaftsrechtliche Schikanen" des größten privaten Ölkonzerns der Welt, teilte die PDSVA am Dienstag (Ortszeit) in Caracas mit. Es handele sich um einen Akt der "Gegenseitigkeit", nachdem Exxon Mobile Venezuela auf Entschädigung für die Verstaatlichung seiner Ölfelder in dem südamerikanischen Land verklagt hatte. Der US-Konzern wollte sich zunächst nicht zu dem Verkaufsstopp äußern. Man werde jedoch die Versorgung eigener Kunden aufrechterhalten, hieß es.

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Venezuela hatte die ausländischen Ölfirmen im vergangenen Juni gezwungen, mindestens 60 Prozent ihres Geschäfts an PDVSA zu übertragen. Exxon Mobile hatte sich daraufhin ganz aus Venezuela zurückgezogen.

Am vergangenen Sonntag hatte Venezuelas Staatschef Hugo Chávez den USA mit einem Öl-Embargo gedroht. Sollte Venezuela durch den Streit mit Exxon Mobile Schaden zugefügt werden, werde er "dem Imperium der Vereinigten Staaten nicht einen einzigen Tropfen Erdöl" mehr liefern, drohte der Linksnationalist. Das lateinamerikanische Land ist der viertgrößte Öllieferant der USA.



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