Venezuela kündigt Milliardeninvestition in karibische Raffinerien an
AFP
Caracas (AFP) - Venezuela will Milliarden Dollar in Erdölraffinerien in Kuba und anderen Karibik-Staaten investieren. In den kommenden sieben Jahren werde die von Venezuela ins Leben gerufene Erdölorganisation Petrocaribe rund 15 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) in Raffinerien in der Karibik stecken, erklärte der Vorsitzende des Energieausschusses im venezolanischen Parlament, Angel Rodríguez, am Dienstag (Ortszeit) in Caracas. Die Projekte sollten den Energiebedarf der Partnerländer decken helfen und Venezuelas Ölprodukt-Exporte steigern. In Kuba sollen für 8,8 Milliarden Dollar die Anlagen von Cienfuegos und Hermanos Díaz ausgebaut und eine weitere Raffinerie in Matanzas gebaut werden.
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Im zentralamerikanischen Nicaragua werde Venezuela eine Raffinerie im Wert von 4,4 Milliarden Dollar errichten, teilte der Ausschussvorsitzende mit. Weitere 706 Millionen Dollar fließen demnach in den Ausbau einer Raffinerie im jamaikanischen Kingston und 340 Millionen Dollar in einen Anlagenbau in Haiti.
Venezuela hatte Petrocaribe 2005 gegründet. Über diese Organisation verkauft das rohstoffreiche Land täglich rund 200.000 Barrel Rohöl und weiterverarbeitetes Öl zu Vorzugspreisen an 16 Staaten in der Karibik und Zentralamerika. Vergangene Woche hatte der venezolanische Präsident Hugo Chávez angekündigt, mit Ecuador vor dessen Küste eine riesige Ölraffinerie zu bauen, um die Region vor dem "Kolonialismus" der USA zu schützen.
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