Venezuela besteht auf Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie
dpa
Río de Janeiro/Caracas (dpa) - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez besteht auf dem Recht seines Landes zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Zugleich bestritt er in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der brasilianischen Zeitung "O Estado de Sao Paulo", dass es Absichten zur Entwicklung von Atomwaffen gebe. Hohe US-Regierungsbeamte hatten einem Bericht der konservativen Zeitung "Washington Times" zufolge die Befürchtung geäussert, Chavez habe bereits erste Schritte hin zu einer nuklearen Aufrüstung getan.
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Eines der Länder, in denen das lateinamerikanische Land nach Atomtechnologie nachgefragt habe, ist dem US-Bericht zufolge Iran, das Chavez 2004 besucht hatte. Washington verfolge aufmerksam die wachsenden Bindungen zwischen Iran und Venezuela. Beide Länder verbindet trotz sehr unterschiedlicher Regierungen eine stark ablehnende Haltung gegenüber den USA.
Chavez betonte, die angestrebte Atomzusammenarbeit Venezuelas mit Brasilien und Argentinien sei Teil der Integrationsbemühungen Lateinamerikas. "Die Atomenergie würde sicher für friedliche Ziele eingesetzt. Es sind ja nicht wir, die Atombomben bauen und einsetzen, sondern andere", sagte Chavez in Anspielung auf die USA. Angesichts der Endlichkeit der Vorräte fossiler Brennstoffe sei die Entwicklung der Atomenergie eine schlichte Notwendigkeit, betonte auch Venezuelas Vizepräsident José Vicente Rangel.
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