VDEW: 9,8 Milliarden Euro Abgaben für Ökostrom

dpa | 04.04.2005
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Zur Förderung von Ökostrom müssen die privaten und industriellen Verbraucher nach Angaben der Elektrizitätswirtschaft in diesem Jahr 9,8 Milliarden Euro an Sonderabgaben zahlen. Die Mehrwertsteuer sei darin noch nicht enthalten. Allein die Abgaben zur Förderung erneuerbarer Energien wie der Windkraft machten in diesem Jahr 2,4 Milliarden Euro aus. Das, so der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Montag in Berlin, sei das Achtfache der 300 Millionen des Jahres 1998 und rund 10 Prozent mehr als 2004.

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Größter Posten sei die Ökosteuer, die die Stromkunden im laufenden Jahr mit 6,6 Milliarden Euro belaste. Die Stromsteuer war erst zum 1. April 1999 eingeführt worden. Die Förderung der Kraftwärmekoppelung (KWK) bedeute eine Belastung der Strompreise von 800 Millionen.

Bei den Erneuerbaren Energien soll die Nutzung der Erdwärme nach dem Willen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) künftig eine größere Rolle spielen. "Mit der Verwendung geothermischer Energie werden wir in die Lage versetzt, eine nach menschlichen Maßstäben unendliche Ressource künftig sinnvoll zu nutzen", sagte Trittins Staatssekretär Rainer Baake zur Eröffnung einer Tagung zu diesem Thema in Berlin. Sie könne unabhängig von Wetter und Jahreszeit Strom liefern und damit einen Teil der täglichen Grundlast abdecken. Baake: «Die Geothermie hat zwar noch nicht die technische Reife wie beispielsweise die Energieerzeugung aus Wind, Biomasse oder Wasserkraft - aber es geht erkennbar voran."

Trittin erklärte unterdessen in Münster: "Die Bundesregierung will den Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Sparten voranbringen, bis 2010 sollen 4,2 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Heute liegen wir schon bei 3,6 Prozent." Dabei sei der Ausbau der Solarwärme ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaverträglichen Wärmeversorgung, sagte der Minister zum Start der bundesweiten Aktion "Wärme von der Sonne". Trittin: "Solarwärme-Anlagen können bis zu 60 Prozent des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses decken."



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