Vattenfall verzeichnet Gewinnrückgang im 1. Quartal
Stockholm/Berlin - Der staatliche schwedische Energiekonzern Vattenfall verbucht zum Start ins Jahr einen Gewinnrückgang: Im ersten Quartal 2010 halbierte sich das Ergebnis unter dem Strich auf 3,79 Milliarden Kronen (rund 394 Mio. Euro). Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mit.
Der Umsatz erhöhte sich auch durch die Einbeziehung des hinzugekauften niederländischen Versorgers Nuon um 34,5 Prozent auf 7,35 Milliarden Euro. In Deutschland wirkten sich gesunkene Durchschnittspreise für Elektrizität und der anhaltende Betriebsstopp der beiden Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel aus.
Konzernchef Øystein Løseth veranschlagte die Kosten wegen des Stillstands der beiden abgeschalteten Meiler in Schleswig-Holstein im ersten Quartal auf 100 Millionen Euro. "Wir glauben nicht, dass wir in diesem Jahr wieder in Betrieb gehen können", sagte der Manager und bekräftigte damit Aussagen von Deutschland-Chef Tuomo Hatakka. Grund seien unter anderem weitere technische Arbeiten. Beide Kraftwerke stehen nach Pannen seit Sommer 2007 fast ununterbrochen still.
Løseth, der Mitte April Lars G. Josefsson als Vattenfall-Chef abgelöst hatte, betonte das Ziel, die Ertragskraft des Konzerns zu verbessern. Vor dem Hintergrund einer schwierigen Marktsituation mit niedriger Stromnachfrage der Industrie sei im ersten Quartal aber ein gutes Ergebnis erzielt worden.
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