Vattenfall testet Braunkohlekraftwerk ohne CO2-Ausstoß in Atmosphäre
dpa
Spremberg (dpa) - Der Energieversorger Vattenfall Europe testet von der kommenden Woche an das nach seinen Angaben weltweit erste Braunkohlekraftwerk, bei dem das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) nicht in die Atmosphäre gelangt. Das entstehende CO2 aus der Pilotanlage im brandenburgischen Spremberg werde verflüssigt und mit Tanklastwagen in die 350 Kilometer entfernte Altmark (Sachsen-Anhalt) gefahren. Dort soll es in eine fast ausgebeutete Erdgaslagerstätte gepresst werden.
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Vattenfall plant, in dem unterirdischen Reservoir in den nächsten drei Jahren 100 000 Tonnen CO2 in mehr als 3000 Meter Tiefe einzulagern. Der Energieversorger sieht darin eine neue Möglichkeit der klimaschonenden Stromerzeugung. Umweltschützer kritisieren hingegen, dass mit der neuen Technologie ein Ende der klimaschädlichen Braunkohle-Verbrennung in weite Ferne rücke. Die Forschungsanlage im Spremberger Industriepark Schwarze Pumpe hat eine Wärmeleistung von 30 Megawatt (MW). Sie wurde für 70 Millionen Euro in rund zweijähriger Bauzeit errichtet. Etwa 2020 ist nach Unternehmensangaben der Bau eines kommerziellen 1000-MW- Kraftwerkes mit CO2-Abscheidung vorgesehen. Zurzeit würden weitere Standorte für die Gasspeicherung geprüft, teilte Vattenfall mit.
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