Vattenfall kündigt nach Atompannen neuen Sicherheitschef an
dpa, Verivox
Stockholm (dpa) - Der Energiekonzern Vattenfall schafft nach stark beachteten Zwischenfällen und Pannen in schwedischen sowie deutschen Atomkraftwerken den neuen Posten eines "Kernsicherheitschefs". Wie das Unternehmen am Montag in Stockholm weiter mitteilte, soll der noch nicht benannte Sicherheitschef Konzernchef Lars G. Josefsson direkt unterstellt sein. Außerdem werde Vattenfall einen "Atomsicherheitsrat" für die Gesamtgruppe mit Josefsson an der Spitze einrichten.
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Im Juli 2006 waren im Reaktor 1 des Atomkraftwerkes Forsmark, einem 26 Jahre alten Siedewasserreaktor, nach einem Kurzschluss mit Reaktorstopp Sicherheitssysteme ausgefallen. Mitarbeiter kritisierten einen "Verfall der Sicherheitskultur". Ende Juni dieses Jahres wurden die beiden deutschen Vattenfall-Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel vom Netz genommen, die nach wie vor stillstehen. In Brunsbüttel hatte ein Kurzschluss einen Generator lahmgelegt, in Krümmel war ein Transformatorenhaus nach einem Kurzschluss ausgebrannt.
Für diese Kraftwerke war eine von Vattenfall eingesetzte Gruppe externer Experten vergangene Woche zu dem Ergebnis gekommen, dass sowohl Brunsbüttel als auch Krümmel "sicher" seien. Zu Forsmark erklärte Vattenfall selbst, dass die Analysen nach dem von Josefsson als "sehr ernst" eingestuften Störfall "Mängel in der Sicherheitsarbeit und der Sicherheitskultur" enthüllt hätten.
Der Aufsichtsratschef Vattenfalls, Dag Klackenberg, meinte: "Als Konsequenz aus den Ereignissen in Forsmark letztes Jahr hat der Aufsichtsrat das Thema Sicherheit für dieses Jahr ganz obenan gestellt."
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