Vattenfall-Europe legt Investitionen auf Eis gelegt
dpa | 05.03.2004
Leipzig (dpa) - Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro liegen nach einem Zeitungsbericht wegen Planungsunsicherheiten beim Energie-Riesen Vattenfall Europe in der Schublade. Dazu gehörten zwei Braunkohlekraftwerke in Sachsen und Brandenburg, sagte Konzern-Chef Klaus Rauscher der "Leipziger Volkszeitung" (Freitagausgabe). Er kritisierte den Plan zur CO2-Emissionsreduzierung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). "Wir, das heisst unsere Vorgänger Veag und Laubag, haben mit neun Milliarden Euro den Kraftwerkspark in Ostdeutschland modernisiert und neu gebaut. Er ist jetzt der modernste Europas. Damit haben wir enorme Vorleistungen im Klimaschutz erbracht."
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Die Vattenfall-Betriebe bliesen jetzt 50 Millionen Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre als 1990, damals seien es 125 Millionen Tonnen gewesen. "Wir sind heute technisch auf dem höchsten Stand." Weitere Reduzierungen von CO2 seien derzeit nicht möglich, sondern nur durch Zurückfahren der Produktion, sagte Rauscher. So lange Fragen wie Emissionshandel, Erneuerbare-Energien-Gesetz und
Energiewirtschaftsnovelle nicht geklärt seien, unterblieben
Investitionen.

