Vattenfall-Chef: Projekt für Strom aus der Sahara nicht realistisch
Hamburg - Vattenfall-Chef Lars Josefsson hält das Projekt der deutschen Industrie zur Versorgung Europas mit Strom aus der Sahara für unrealistisch. Die für das Projekt benötigten 400 Milliarden Euro seien "verdammt viel Geld", sagte Josefsson der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe).
"Zudem wären die Transportkosten sehr hoch. Ich halte das nicht für realistisch", fügte er hinzu. Hinzu komme das Risiko terroristischer Anschläge. "Europa muss seinen Strom in Europa erzeugen", sagte Josefsson. Das Projekt wird unter anderem von den Vattenfall-Rivalen Eon und RWE unterstützt.
Trotz der jüngsten Kritik der schwedischen Regierung will Josefsson weiter an Kohlekraftwerken festhalten. "Vattenfall wird auch 2050 noch Kohlekraftwerke betreiben", sagte Josefsson der Zeitung. Diese müssten allerdings mit neuester Technologie betrieben werden, um CO2-Emissionen zu verhindern. Die höheren Kosten will der Vattenfall-Chef an die Kunden weitergeben. "Strom ist heute noch sehr billig, vielleicht zu billig", sagte der Manager. "Energie ist kostbar. Daher muss sie künftig auch einen angemessenen Preis haben."
Weitere Nachrichten vom 22.06.2009
- Elektroauto - Testbetrieb in Berlin gestartet
- Das neue "iPhone 3G S" wurde bereits eine Million Mal verkauft
- Austausch alter Heizungspumpen durch Förderung erleichtert
- Neue TelDaFax-Aktion: PowerPakete
- Gazprom erhält Zuschlag für Öl- und Gasfelder am Pazifik
- Google behält das Konkurrenzprodukt "Bing" im Auge
- T-Mobile verkauft ab August neues Google-Handy "myTouch 3G"
- Drogenbeauftragte will Online-Sucht mit Drogenberatung bekämpfen
- Facebook plant weiter Berufung gegen StudiVZ-Urteil
- Bundesnetzagentur verspricht sinkende Netzentgelte
- Rückschlag für geplante Kernbrennstoff-Bank auf IAEA-Sitzung
- Ölpreise halten sich deutlich unter 70 US-Dollar

