Vattenfall baut in Spremberg Pilotanlage für "CO2-freies Kraftwerk"

dpa
Bild: Stromleitungen



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Berlin/Cottbus (dpa) - Der Energiekonzern Vattenfall will mit einer 40 Millionen Euro teuren Anlage im brandenburgischen Braunkohlerevier die Stromerzeugung ohne schädlichen Kohlendioxid- Ausstoss erforschen. Der Bau am Standort Schwarze Pumpe in Spremberg an der Grenze zu Sachsen soll 2008 in Betrieb gehen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mitteilte. Bei dem Verfahren soll das Treibhausgas CO2 abgetrennt und nicht in die Luft abgegeben werden. Stattdessen wird es in flüssiger Form in der Erde gelagert. Eine kommerzielle Nutzung ist von 2020 an geplant. Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte diese Technologie als "Mythos".

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Mit der Pilotanlage solle das weltweit einmalige Verfahren weiter zur Marktreife geführt werden, sagte Lars Josefsson, Vorstandschef des schwedischen Vattenfall-Mutterkonzerns. "Wir wollen damit nicht Strom, sondern Erkenntnisse gewinnen." Die Kapazität sei daher nur klein. Nächster Schritt sei eine grösseres Demonstrationskraftwerk, bei dem es auch um wettbewerbsfähige Betriebskosten gehe. Die genauen Verfahren zur Speicherung des klimaschädlichen Kohlendioxids seien noch offen, sagte Klaus Rauscher, Vorstandschef der deutschen Tochter Vattenfall Europe. Denkbar seien frühere Gas- und Ölfelder oder Wasser führende Gesteinsschichten.

Greenpeace kritisierte, das Verfahren sei längst nicht erforscht. Das CO2 könne über kurz oder lang an die Erdoberfläche zurückkehren. Zudem verhindere der Mythos eines klimafreundlichen Kohlekraftwerks, die Kohleverbrennung aufzugeben und die Stromerzeugung auf nachhaltige und saubere Träger umzustellen. Vattenfall Europe vereint die Stromversorger HEW, Bewag, Veag und den Braunkohleförderer Laubag.

Im Auftrag von Vattenfall Europe erforschen Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus seit einigen Jahren die schadstoffarme Umwandlung von Energie. Inzwischen sind nach Hochschulangaben die ersten praktischen Versuche zu einem CO2-freien Kraftwerk in einer Testanlage im Kraftwerk Jänschwalde erfolgreich verlaufen. Die erreichten Ergebnisse sind auch Thema eines zweitägigen Symposiums in Cottbus zur nachhaltigen Nutzung der Kohle, das am Donnerstag begann.



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