USA warnen EU vor Iran als Gaslieferant
dpa
Hamburg (AFP) - Die US-Regierung hat europäische Unternehmen davor gewarnt, den Iran als möglichen Lieferanten in das Gaspipelineprojekt Nabucco einzubeziehen. "Wir unterstützen Nabucco als wichtiges Element zur Diversifizierung der europäischen Energieversorgung. Aber nur ohne den Iran", sagte Matthew Bryza, für Energiefragen zuständiger Vizestaatssekretär im US-Außenministerium, der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe).
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Bei der Planung eines ihrer wichtigsten energiepolitischen Projekte droht der Europäischen Union damit ein Interessenkonflikt mit den USA.
Die Pipeline mit einer vorgesehenen Länge von etwa 3300 Kilometern soll Erdgas aus dem kaspischen Raum und dem Nahen Osten nach Westeuropa bringen. Ziel ist es vor allem, unabhängiger von Russland als Lieferant und Transitland zu werden. Die USA haben nur indirekten Einfluss auf den Bau von Nabucco, könnten aber beteiligten Unternehmen mit Sanktionen drohen. Der österreichische Mineralölkonzern OMV handelte sich im Juni Ärger mit Washington ein, als er mit dem Iran über die Erschließung eines Gasfelds verhandelte.
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