USA: Schweden soll russische Ostsee-Gasleitung ablehnen
Die noch ausstehenden Genehmigungen schwedischer Behörden für die Pipeline-Pläne des Nord-Stream-Konsortiums vor der Ostseeküste gelten als wichtig für die Einhaltung von Zeitplänen. Durch die 1200 Kilometer lange Leitung vom russischen Wyborg nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sollen ab 2011 bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr strömen. Deutschland deckt seinen Gasbedarf zu etwa einem Drittel aus Russland.
In Stockholm sind die russischen Pipeline-Pläne auch sicherheitspolitisch umstritten, weil die Militärpräsenz Moskaus in der Ostsee massiv verstärkt würde. Schwedens Verteidigungsminister Sten Tolgfors gab Anfang der Woche bekannt, dass fast fertige Sparpläne für die militärische Landesverteidigung wegen des russischen Vorgehens in Georgien neu überprüft werden und die Entscheidung erst im Februar fällt. Als Hintergrund nannte er das überaus schnelle Vorgehen von zahlenmäßig relativ kleinen russischen Einheiten in Georgien. Schweden könne unter den bisherigen Bedingungen nur viel zu langsam auf eine mögliche Invasion reagieren.
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