US-Öl etwas teurer nach deutlichem Preisrutsch am Vortag
Der Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Abdullah al-Badri, sagte am Mittwoch vor der Presse in Riad, er sehe derzeit keinen Mangel, weshalb die OPEC-Staaten auch nicht mehr Öl produzieren müssten. Letztlich müssten darüber aber die Öl-Minister der Mitgliedstaaten bei ihrer Konferenz am 5. Dezember in Abu Dhabi entscheiden.
Viel wichtiger als die Frage der Förderquoten seien für die zwölf OPEC-Mitglieder zur Zeit andere Probleme: Der schwache Dollar, gestiegene Produktionskosten und politische Probleme der Region, in die auch die USA verwickelt seien. Er betonte, die OPEC habe aber nicht die Absicht, "das Öl als politische Waffe zu benutzen".
Der Preis für OPEC-Rohöl fiel am Dienstag - wenige Tage vor dem OPEC-Gipfel am Wochenende - um knapp 2 US-Dollar. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells am Dienstag 86,84 Dollar. Das waren 1,96 Dollar weniger als zum Wochenbeginn (88,80 Dollar).
Führende Vertreter der Organisation haben inzwischen erklärt, dass auf der Konferenz in Riad am Wochenende keine Beschlüsse über eine mögliche Erhöhung der Förderquoten gefasst werden. OPEC-Analysten in Wien haben die Ansicht vertreten, dass eine erneute Erhöhung der OPEC-Förderquoten um bis zu 1,5 Millionen Barrel nötig wäre, um einen deutlichen Preisanstieg im nächsten Jahr zu verhindern.
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