US-Energieriese Exelon will NRG Energy feindlich übernehmen
New York - Der US-Energiekonzern Exelon will seine geplante Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers NRG Energy auch gegen den Widerstand des Managements durchsetzen. Nach der Ablehnung durch die NRG-Führung kündigte Exelon an, die rund 6,2 Milliarden Dollar schwere Offerte nun direkt an die Aktionäre zu richten. NRG nannte das Angebot am Dienstag (Ortszeit) erneut zu niedrig und empfahl seinen Aktionären die Ablehnung des feindlichen Übernahmeversuchs.
Der bereits zu den Branchenriesen zählende Exelon-Konzern würde durch einen NRG-Kauf zum größten US-Stromversorger aufsteigen. NRG mit Sitz in Princeton (New Jersey) betreibt auch zwei deutsche Standorte in Sachsen-Anhalt. Die US-Energiebranche erlebt gerade eine Übernahmewelle. Der Trend beschleunigte sich auch wegen der stark gefallenen Aktienkurse, die Übernahmen billiger machen.
Exelon mit Sitz in Chicago (Illinois) will den Mitte Oktober erstmals angebotenen Kauf komplett als Aktientausch durchführen. Der Konzern will zudem auf der nächsten NRG-Hauptversammlung Druck machen und eigene Vertreter in den Verwaltungsrat des Rivalen wählen lassen. Überdies reichte der Konzern Klage gegen die NRG-Spitze ein. Sie habe bei ihrem Nein zur Offerte ihre Pflichten gegenüber den Aktionären verletzt.
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