US-Callcenter droht Milliarden-Strafe
Verivox
Washington (pte, 1. September 2004 14:28) - Die US-Wettbewerbsaufsichtsbehörde FTC will zum ersten Mal eine Geldstrafe für die Verletzung der "Do not call"-Liste einfordern. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute, Mittwoch, berichtet, hat das Telemarketing-Unternehmen Braglia Marketing rund 300.000 unerlaubte Werbeanrufe bei auf der "Do not call"-Liste eingetragenen US-Bürgern getätigt. Der Eintrag auf die im vergangenen Jahr eingerichtete Liste soll die Bürger eigentlich vor solchen Anrufen schützen.
- Anzeige -
Weiterhin wirft die FTC Braglia Marketing vor, die jährliche Gebühr für den Zugang zu der Liste nicht gezahlt zu haben. Darüber hinaus hat das Unternehmen laut FTC ein automatisches Wählsystem benutzt. Die maximale Strafe für Vergehen gegen die "Do not call"-Liste beträgt 11.000 Dollar pro Anruf. Das könnte für Braglia eine Strafe von bis zu 3,3 Mrd. Dollar bedeuten. Laut WSJ ist es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das Justizministerium, das seit vergangenem Montag den Fall vor dem Bundesgericht Nevada für die FTC vertritt, eine Strafe in dieser Höhe fordern wird.
Weitere Nachrichten vom 01.09.2004
- Kritik an Energiepreisspirale wird immer lauter
- Experte: Bei Strompreiserhöhungen ist auch Taktik im Spiel
- Stichwort: Das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
- Hintergrund: Strompreis ist auch von staatlichen Abgaben geprägt
- Frankreich verkauft weiteren Anteil an France Télécom
- Umfrage: Wunsch nach eigenem Handy treibt Kinder in Schuldenfalle
- Industrie sorgt sich um hohe Energiepreise - Krisentreffen beim BDI
- Meck-Pomm: Minister erteilt Strompreiserhöhungen eine Absage
- BDI-Energieexperte gibt Stromkonzernen Schuld für hohe Preise
- Politiker kritisieren angekündigte Erhöhung der Energiepreise
Surf-Tipps

