Unternehmen sollen für Kurznachrichten auf Twitter bezahlen
Paris - Der kostenlose Internetdienst Twitter denkt offenbar darüber nach, Unternehmen für die Nutzung der Plattform bezahlen zu lassen. Große Firmen wie der US-Computerbauer Dell und die amerikanische Billigfluglinie JetBlue nutzten Twitter schon jetzt, um gratis Kurznachrichten zu verschicken, sagte einer der drei Unternehmensgründer, Biz Stone, der französischen Tageszeitung "Le Monde" vom Donnerstag. Deshalb wolle Twitter kostenpflichtige Accounts einführen und schauen, wie sich mit dem Dienst Geld verdienen lasse.
Ein Kaufangebot des Gemeinschaftsportals Facebook in Höhe von 500 Millionen Dollar (358 Millionen Euro) hätten seine Partner und er aber abgelehnt, sagte Stone. "Wir waren nicht daran interessiert". Twitter sei noch jung und wolle sich weiterentwickeln. "Wir sind erst bei einem oder zwei Prozent unseres Abenteuers", sagte Stone. Von Einnahmen könne man dieses Jahr allerdings nicht sprechen. Die Firma experimentiere noch mit ihrem wirtschaftlichen Modell.
Der vor drei Jahren gegründete Internetdienst aus San Francisco beschäftigt mittlerweile 50 Mitarbeiter. Internetnutzer können über ihn kostenlose Kurznachrichten mit 140 Zeichen verschicken. In den vergangenen Wochen entwickelte sich Twitter zu einem wichtigen Kommunikationsmittel zwischen der iranischen Oppositionsbewegung und der restlichen Welt.
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