Unglück in russischem Wasserkraftwerk durch technische Panne verursacht
Moskau - Die Ermittler haben knapp einen Monat nach dem schweren Unglück im größten russischen Wasserkraftwerk eine technische Panne bei einer Turbine als Ursache für die Katastrophe ausgemacht. Laut Nachrichtenagentur Interfax sagte der Leiter der technischen Kontrollbehörde, Nikolai Kutin, am Montag, dass die Ursachen für das Unglück "klar" seien. Seiner Aussage nach fiel ein automatisches System "zum Schutz und zur Versorgung" einer der Turbinen aus, daher sei die Kontrolle über die Station verloren gegangen. Die Turbine sei erst im März überholt worden. Am Dienstag sollen Details zur Unglücksursache bekanntgegeben werden.
Bei der Katastrophe im sibirischen Sajano Schuschenskaja war die Turbinenhalle des 30 Jahre alten Kraftwerks regelrecht geflutet worden; mindestens 74 Menschen kamen ums Leben. Nach dem Unglück hatte eine tschetschenische Rebellengruppe behauptet, die Katastrophe mit der Zündung einer Anti-Panzer-Granate verursacht zu haben.
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