UN fordert vereinfachten Breitband-Zugang für Entwicklungsländer
dpa
Genf (dpa) - Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) hat sich für einen vereinfachten Zugang der Entwicklungsländer zum Breitband-Internet ausgesprochen. Derzeit klaffe beim Internet-Zugang eine erhebliche Lücke zwischen diesen Ländern und den Industriestaaten, heißt es in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht. Ein Breitbandanschluss sei jedoch für diese Staaten ebenso wichtig wie die Bereitstellung von Elektrizität. Der Zugang müsse daher dringend vereinfacht werden. Ansonsten sinke die Konkurrenzfähigkeit dieser Länder weiter.
- Anzeige -
Nach Angaben der UNCTAD verfügten im vergangenen Jahr bereits 63 Prozent der Firmen in der Europäischen Union über einen Breitband- Zugang (2004: 53 Prozent). Von den 151 Entwicklungsländern konnten dagegen gerade einmal 71 Länder die nötigen Mittel für Breitband- Internet bereitstellen, heißt es in dem Bericht. In 48 dieser 71 Staaten betrage die Zugangsquote weniger als ein Prozent. Mit einer Rate von 2,9 Prozent mache China die Hälfte aller Abonnenten in Entwicklungs- und Schwellenländern aus.
In den Industriestaaten sei dagegen die Zugangsrate im zweiten Halbjahr 2005 um 15 Prozent gestiegen. UNCTAD schätzt, dass es in den reichen Ländern über 160 Millionen Abonnenten gibt. Die Zahl der weltweiten Internet-Nutzer wird von der UN-Organisation mit über einer Milliarde angegeben. Davon leben 531 Millionen in den Industrieländern (54,5 Prozent der dortigen Bevölkerung). 441 Millionen Internet-Nutzer wohnen in Entwicklungsländern, machen dort aber gerade einmal 8,5 Prozent der Bevölkerung aus.
Weitere Nachrichten vom 16.11.2006
- Presse: Telekom will Teile von T-Systems verkaufen
- Preisrutsch beim US-Ölpreis - tiefster Stand seit einem Jahr
- Endesa will gerichtliche Blockaden der E.ON-Offerte zurückziehen
- Französischer Konzern Veolia an Leipziger Stadtwerken interessiert
- Staatsanwalt will bis zu sechs Jahre Haft im Dialer-Prozess
- Klage gegen EWE-Gaspreiserhöhung abgewiesen
- RWE plant Bau eines 400-Megawatt-Braunkohlenkraftwerks in Ungarn
- Stadtwerke Gießen erhöhen Strompreise
- Spaniens Börsenaufsicht genehmigt E.ON-Offerte für Endesa
- Bundesnetzagentur kürzt E.ON Avacon Gas-Netzentgelte
- Deutschland und Algerien wollen Kooperation im Gas-Geschäft ausbauen
- Industrielle Stromkunden: Preise bei Kapazitätsnutzung niedriger
- Die Leipziger Strombörse EEX und der Spotmarkt
- Online-Händler erwarten 4,1 Milliarden Euro Weihnachtsumsatz
- Gazprom Germania steigert Gewinn um 62 Prozent
- Mitgas erhöht Gaspreise zum 1. Januar
- Experten: Belgien muss geplanten Atomausstieg "überdenken"
- Strombörse: Nicht für hohe Verbraucherpreise verantwortlich
- Belgische Konzerne erwägen Investition in eigenen Atomreaktor
- Australische Macquarie Bank bietet 1,1 Milliarden Euro für Techem
- Energiefresser oder guter Verwerter: Energiepass in der Praxis
- RWE Westfalen-Weser-Ems erhöht Gaspreise wegen Mehrwertsteuer
- Leipzig macht Weg für Privatisierung der Stadtwerke frei
- Energieversorger steigern Investitionen ins Stromnetz nur leicht
- Stadtwerke Rostock erhöhen Sondertarife für Gas und Strom
- E.ON: Menschliche Fehleinschätzungen Grund für Stromausfall
- Hintergrund: Die größten Stromausfälle
Surf-Tipps

