UN-Atombehörde findet hoch angereichertes Uran in Ägypten
Wien - Bei Untersuchungen einer ägyptischen Atomforschungsanlage fanden Experten der UN-Atombehörde IAEA Partikel von hoch angereichertem Uran. Das konnte die Deutsche Presse-Agentur dpa einem IAEA-Report entnehmen, der ihr am Mittwoch vorlag. In dem Report heißt es, dass die Teilchen bereits 2007 und 2008 in Proben entdeckt wurden. Die Proben hatten die Inspekteure der IAEA dem Versuchsreaktor von Inshas entnommen. Ob das Uran so hoch angereichert war, dass es auch zum Bau von Atomwaffen dienen könnte, wird in dem Bericht nicht ausgeführt.
Ägypten hat dazu erklärt, die Partikel stammten vermutlich von Verunreinigungen an Behältern von Radioisotopen. Die IAEA prüft inzwischen die ägyptischen Erklärungen. Radioisotope werden sowohl in der Medizin als auch in der Industrie verwendet. Sie werden in Reaktoren produziert, die mit hoch angereichertem Uran betrieben werden. IAEA-Inspekteure hatten Ägypten schon 2004 unter die Lupe genommen, weil es verschiedene atomare Experimente nicht der IAEA gemeldet hatte.
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