Umweltverband zweifelt Erfüllung der Klimaschutzziele an

dpa, Verivox
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht die Klimaschutzziele der Bundesregierung in Gefahr. DUH-Geschäftsführer Rainer Baake äußerte sich am Montag skeptisch zu den Plänen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), nach dem Stopp der höheren Biosprit-Beimischung in Benzin auf mehr Öko-Strom zu setzen. "Wo jetzt die zusätzlichen Potenziale (...) herkommen, weiß ich nicht", sagte der Ex-Umweltstaatssekretär in Berlin. Wenn das Stromnetz nicht ausgebaut werde, könne es ernsthafte Probleme für das Ziel geben, bis 2020 einen Anteil von 30 Prozent Öko-Strom an der gesamten Stromversorgung zu erreichen.

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Der Umweltverband forderte ein gesetzliches Verbot für den Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke. Jedes zusätzlich genehmigte Kohlekraftwerk stehe dem Ziel von minus 40 Prozent beim Kohlendioxid- Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 unvereinbar gegenüber, sagte Baake. Dagegen hält Gabriel den Bau neuer Kohlekraftwerke "in begrenzter Anzahl" für notwendig, damit alte, klimaschädlichere Anlagen stillgelegt werden können. Die Gefahr einer Lücke in der Stromversorgung in den kommenden Jahren sieht die DUH nicht. Die Deutsche Energie-Agentur (dena), an der vier Bundesministerien mit 50 Prozent beteiligt sind, hatte vor einer Stromlücke wegen des Atomausstiegs und fehlender Investitionen in Kohlekraftwerke gewarnt.


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