Umweltschützer kritisieren britische Atom-Pläne
dpa | 12.07.2006
London (dpa) - Die Pläne der britischen Regierung für eine neue Generation von Atomkraftwerken sind bei Umweltschützern auf massive Kritik gestoßen. Greenpeace warf Premierminister Tony Blair am Mittwoch in London vor, frühere Grundsätze aufzugeben und jetzt auf die Atomenergie "fixiert" zu sein. Die Umweltschutzorganisation Friends Of The Earth ("Freunde der Erde") bezeichnete Atomenergie als "unsicher, unwirtschaftlich und unnötig". Der Energiebedarf könne auch anderweitig gedeckt werden.
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Die Labour-Regierung hatte der Industrie am Dienstag grünes Licht für den Bau einer neuen Generation von Atomkraftwerken gegeben. Zugleich will London dafür sorgen, dass die Nutzung alternativer Energien wie Windkraft oder Solarstrom ausgebaut wird. Die Regierung legte sich nicht darauf fest, wie viele neue AKW es geben soll und wo sie gebaut werden. Nach Einschätzung der meisten Pro-Nuklear-Experten werden sechs neue Reaktoren gebraucht. Derzeit sind in Großbritannien zwölf Anlagen am Netz.
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