Umweltgerechte Entsorgung von Mobiltelefonen

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Bild: Hammerschlag auf defektes Handy


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Berlin - Wie entsorgt man sein altes Handy fachgerecht und umweltfreundlich? Das erklärt das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) zum Tag der Umwelt am 5. Juni. Viele Mobilfunktelefone werden wegen eines defekten Akkus oder eines zerkratzten Displays ausrangiert. Dabei landen die Geräte nicht selten im Hausmüll. Die schnelle Entwicklung neuer und leistungsstärkerer Geräte verstärkt den Trend der Verbraucher, ihr Mobiltelefon in der Regel nach ein paar Jahren auszutauschen. Nur ein kleiner Teil der alten Handys wird dem Recycling zugeführt, obwohl die fachgerechte Entsorgung die Umwelt entlasten würde. Denn Mobiltelefone enthalten nicht nur Schwermetalle, sondern auch andere umweltschädliche Stoffe.


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Was nicht alle wissen: Seit Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgesetzes(ElektroG) im März 2006 ist es verboten, Mobiltelefone im Hausmüll zu entsorgen. Stattdessen sind Verbraucherinnen und Verbraucher verpflichtet, alte Elektrogeräte an zentralen Sammelstellen abzugeben. Von dort gehen die Geräte an die Hersteller zurück, die den Elektroschrott kostenlos und umweltgerecht entsorgen. "Im vergangenen Jahr hat eine weltweite Studie eines Mobilfunkunternehmens gezeigt, dass das Thema Handyrecycling noch nicht beim Verbraucher angekommen ist", sagt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. Nahezu die Hälfte der Befragten wusste nicht, dass die Wiederverwertung der Geräte überhaupt möglich ist. Zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben an, nicht zu wissen, wie ein nicht mehr benötigtes Gerät recycelt werden kann. "Hier Aufklärungsarbeit zu leisten, haben wir uns als gemeinnütziger Verein zum Ziel gesetzt."

Unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben nehmen die deutschen Mobilfunknetzbetreiber schon seit 2002 Handys und Zubehör zurück. Zur Rückgabe können Verbraucher Versandumschläge bei den Netzbetreibern anfordern, mit denen sie das Mobiltelefon portofrei einsenden können. Wer sein Gerät in den Filialen abgibt oder per Post an den Mobilfunkanbieter schickt, kann gleichzeitig etwas Gutes tun. Denn die Netzbetreiber unterstützen verschiedene Umweltorganisationen, Kinderhilfsprojekte und andere soziale Einrichtungen mit einer Spende für jedes abgegebene Handy.

Außerdem bestehen selbst defekte Mobiltelefone aus wertvollen Rohstoffen. Ungefähr 80 Prozent der verwendeten Materialien im Handy können wieder aufbereitet werden. So werden Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe aus den Geräteelementen zurück gewonnen. Bei einem Drittel der Mobilfunktelefone funktionieren sogar noch die Chipteile.



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