Umweltfreundlichere Investitionen von Vattenfall gefordert
- Vattenfall wegen Kohlekraftwerke in Schweden in der Kritik
- Vattenfall: AKW Krümmel soll im Sommer wieder ans Netz
- Vattenfall will sich gegen Gabriels Entscheidung wehren
- Vattenfall erzielt dank deutscher Tochter Gewinnsteigerung
- Vattenfall verzichtet auf Neubau von Steinkohlekraftwerk in Berlin
- Vattenfall will Energieerzeugung in Europa verdoppeln
gesamtes Archiv
Stockholm - Die schwedische Regierung verlangt von dem staatlichen Energiekonzern Vattenfall auch in Deutschland umweltfreundlichere Investitionen. Am Mittwoch kritisierte die schwedische Wirtschaftsministerin Maud Olofsson in der Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" die umfassenden Aktivitäten Vattenfalls mit Kohlekraftwerken seiner Auslandstöchter. Diese Aktivitäten seien unter Klima-Gesichtspunkten "nicht legitim". Darüberhinaus kündigte Olofsson ein Einschreiten des Staates als Eigner an.
Olofsson erklärte, es werde neue Anweisungen der Regierung für "die Umstellung auf umweltfreundliche Technik, die Wertschöpfung sowie einen besseren Schutz von Vattenfall als Markenname" geben. Das schwedische Unternehmen gehört sowohl in Deutschland wie in ganz Europa zu den größten Stromerzeugern. Es betreibt mit seiner deutschen Tochter fünf Kohlekraftwerke und lässt in Hamburg-Moorburg ein neues Steinkohle-Kraftwerk bauen.
Auch in Polen, Dänemark und den Niederlanden setzt Vattenfall auf diese Energiequelle. Der Konzern steht in Deutschland auch wegen Pannen in den norddeutschen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in der Kritik. Sie sind seit Mitte 2007 durch behördliche Entscheidungen stillgelegt.
Auch Schwedens Umweltminister Andreas Carlgren monierte, dass Vattenfall sich "hauptsächlich auf fossile Brennstoffe einrichtet". Aus der Unternehmenszentrale in Stockholm hieß es zu der Kritik, man strebe die "klimaneutrale" Erzeugung von Strom bis 2050 an. Die Umstellung auf C02-freie Energiequellen könne aber nicht über Nacht vollzogen werden: "In Ländern wie Deutschland, Polen und Dänemark kann man den Energiebedarf nicht ohne fossile Stoffe decken."
Nach Angaben der Zeitung "Dagens Nyheter" hat Vattenfall den Anteil von Investitionen an erneuerbaren Energien von 35,2 Prozent im Jahr 2007 auf 28 Prozent in den Jahren 2009 bis 2013 reduziert.
Weitere Nachrichten vom 10.06.2009
- Vodafone-Aktion verlängert: 7 Monate umsonst surfen
- E.ON erhält hohe Ausgleichszahlung für niedrige Gaspreise
- Doppelt so schneller Firefox 3.5 in den nächsten Wochen zu erwarten
- Studie: Intelligente Stromzähler weitgehend unbekannt
- Ab 2010 Öko-Strom nur noch mit umweltfreundlichem Pflanzenöl
- EU-Kommission: Electrabel verstieß gegen Fusionsregeln - hohe Strafe
- 2011 soll in Frankreich Klimasteuer eingeführt werden
- RWE und Apcoa: Elektro-Autos während Einkauf aufladen
- Verminderte Industrieproduktion drückt Energieverbrauch deutlich
- Neue Sicherheits- und Prüfkriterien für Atomkraftwerke geplant
- Anwälte von Zumwinkel wollen Akteneinsicht in Spitzelaffäre verhindern
- Spanische Telefonica treibt Kaufverhandlungen von Hansenet voran
- Ölpreise setzen Höhenflug fort - Neue Jahresbestmarke erreicht
- Alice-Aktion: Günstigere Grundgebühr und Startguthaben

