Umweltbundesamt lobt Klimaschutz-Studie des BDI
dpa
Düsseldorf (AFP) - Das Umweltbundesamt hat die neue Klimaschutz-Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) als konstruktiven Ansatz gewürdigt. "Das ist durchaus ein seriöser Debattenbeitrag", sagte Behördenpräsident Andreas Troge dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe): "Der BDI hat damit einen riesigen Schritt in die Richtung getan, wie sie die Bundesregierung vorgezeichnet hat", lobte Troge. Allerdings reiche "die Schrittlänge" noch nicht aus, um der Regierung zu folgen.
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Die am Dienstag vorgestellte Studie belege immerhin, dass eine Vermeidung von Treibhausgasen in großem Umfang selbst betriebswirtschaftlich rational sei, sagte Troge. Zwar seien manche Grundannahmen so gewählt, dass die Kosten des Klimaschutzes überschätzt würden. Dies zeige aber zugleich, dass selbst innerhalb des von der Studie gesteckten Rahmens mehr Fortschritt beim Klimaschutz realistisch sei. So sei der dort angenommene Ölpreis eher niedrig angesetzt. "Wird das Öl teurer, würden automatisch auch stärkere CO2-Emissionsminderungen rentabel", folgerte der Chef des Umweltbundesamts.
Die von der Unternehmensberatung McKinsey im Auftrag des BDI erstellte Analyse hatte ergeben, dass eine Treibhausgasminderung um 31 Prozent bis zum Jahr 2020 wirtschaftlich realistisch wäre. Das Minderungsziel der Bundesregierung von 40 Prozent wäre der Studie zufolge dagegen allenfalls bei einem Verzicht auf den Atomausstieg ohne schwere wirtschaftliche Verwerfungen annähernd erreichbar.
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