Umstieg auf Windows 10 - muss das sein?

dpa/tmn | 04.02.2016
Bild: Junge Frau mit Laptop ©Franz Pfluegl

Berlin - Wer ältere Windows-Versionen benutzt, wird von Microsoft mehr oder weniger sanft dazu gedrängt, auf Windows 10 umzusteigen. Das ist kostenlos, kann aber nerven. Wie "zdnet.de" berichtet, werden die Installationsdateien von Windows 10 künftig als "empfohlenes Update" verbreitet. Aber ist das eigentlich sinnvoll? Und wie kann man den automatischen Download der Installationsdateien eventuell verhindern?


Viele Rechner, deren Updates automatisch gesteuert werden, laden die rund sechs Gigabyte (GB) großen Installationsdateien ungefragt zusammen mit anderen Sicherheitsupdates herunter. Die Aktualisierung des System auf Windows 10 erfolgt aber erst mit Einverständnis des Nutzers.

Für wen ist der Umstieg sinnvoll?

"Wer keine Spezialprogramme oder -hardware nutzt, kann umsteigen", sagt Jan Schüßler von der Fachzeitschrift "c't". Anders sieht es aus, wenn man ältere oder seltene Hardware nutzt. Dann sollte vor dem Umstieg erst geprüft werden, ob die nötige Treibersoftware auch mit dem neuen Windows zusammenarbeitet. Da Windows 10 vergleichsweise geringe Hardwareanforderungen stellt, können auch ältere Windows-7-Rechner das Update vertragen.

Ob man umsteigt, ist allerdings letztlich Geschmackssache, sagt Schüßler. Durch die Weiternutzung von Windows 7 oder 8 entstehen zunächst einmal keine Nachteile. Langfristig wird es aber keine Sicherheitsupdates oder neue Funktionen mehr geben. Windows 7 wird laut Microsoft noch bis Ende Januar 2020 erweiterten Support bekommen, Windows 8 noch drei Jahre länger.

So stellt man die Updates ab

Und wer lieber die Kontrolle darüber behält, was wann auf dem eigenen Computer landet, kann die automatische Beglückung mit Windows 10 auch abstellen. Das geht auf mehrere Arten. Am leichtesten ist es, in den Einstellungen von Windows Update die Option zu wählen "Nach Updates suchen, aber Zeitpunkt zum Herunterladen und Installieren manuell festlegen". Eine weitere Möglichkeit erklärt Microsoft auf seiner Webseite. Dabei müssen Werte in der Registrierung von Windows geändert werden. Jan Schüßler rät nur erfahrenen Nutzern dazu. Wer sich die Änderungen in der Windows-Registrierung nicht zutraut, kann ein kleines Programm der "c't" namens Block-GWXUpdate nutzen. Es ist kostenlos erhältlich legt die nötigen Einträge mit einem Klick an.

Der Weg zu Windows 10 ist übrigens keine Einbahnstraße. Wem das Betriebssystem nach dem Update nicht gefällt, kann einen Monat lang wieder zur alten Version zurückkehren.



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