Umfrage: 5,1 Prozent würden für Internet-Piraten stimmen
Stockholm - Mit ihrer Forderung nach kostenlosem Herunterladen von Film und Musik im Internet steht die schwedische Piratenpartei vor dem Einzug ins Europaparlament. Eine am Donnerstag von der Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" veröffentlichte Umfrage des Synovate-Institutes ergab, dass 5,1 Prozent der Befragten für die Partei stimmen wollten. Am 7. Juni kandidiert sie zum ersten Mal für das Europaparlament. Mit dem Ergebnis von 5,1 Prozent würde die Partei einen Platz für ihren Spitzenkandidaten Chrtistian Engström erringen.
Die Piratenpartei bekam enormen Zulauf nach der international stark beachteten Verurteilung von vier Verantwortlichen der Internet-Tauschbörse "The Pirate Bay" Mitte April zu Haftstrafen und Schadensersatz wegen Verletzung des Urheberrechtes. Pirate Bay stellt auf seiner Internetseite die technische Plattform, über die Nutzer gegenseitig Filme, Musik und Computerprogramme herunterladen können, ohne dafür die jeweiligen Künstler oder Hersteller zu bezahlen.
Die 2006 gegründete Piratenpartei will sich im Fall eines Wahlerfolges im EU-Parlament ausschließlich für "eigene Fragen" einsetzen. Das kündigte Spitzenkandidat Engström nach Veröffentlichung des Umfrageergebnisses im Rundfunk an. Dazu zählte er "ein reformiertes Urheberrecht" und die "Demokratisierung der EU". Zu allen anderen politischen Streitfragen wolle man überhaupt nicht Stellung beziehen.
Weitere Nachrichten vom 30.04.2009
- Neue Aktion bei Vodafone: 7 Monate umsonst surfen
- Wegen Bombendrohung wurde französisches Kraftwerk evakuiert
- Umfrage von Forsa ergab, dass Mehrheit Atomkraft ablehnt
- Aktuelle Nachrichten werden von Spammern gezielt genutzt
- Ehemaliger Bayer-Chef einziger Kandidat für RWE-Vorsitz
- blau.de-Aktion: 15 Euro Startguthaben plus Wechselbonus
- Apple will eigene Chips entwickeln
- Putin will Mitspracherecht bei ukrainischen Pipelines
- Bundesregierung empfiehlt Stromanbieterwechsel
- Telekom: Konzernumbau soll beschleunigt werden
- Time Warner will AOL abstoßen
- Areva baut riesige Uran-Anreicherungsanlage
- Ölpreise sind überraschend wieder gestiegen

