Türkei bekräftigt Unterstützung für Nabucco-Pipeline
Sofia - Die Türkei hat ihre Unterstützung für den Bau der europäischen Nabucco-Gas-Pipeline bekräftigt. Auf der Energie-Konferenz in Sofia am Freitag teilte der türkische Präsident Abdullah Gül mit, dass sein Land bei den Gesprächen über ein Abkommen zur Nabucco-Pipeline eine "aktive Rolle" spiele. Er betonte, dass die Türkei aufgrund seiner geographischen Lage bei Gaslieferungen eine strategische Bedeutung habe. Ziel der Nabucco-Gas-Pipeline ist es, Russland bei der Lieferung von Gas zu umgehen und es direkt vom Kaspischen Meer in die EU zu leiten.
Unterdessen forderte Russlands Gasmonopolist Gazprom die Europäische Union (EU) zu einer klaren Haltung zum russischen Projekt für die alternative "South-Stream"-Gas-Pipeline auf, damit es "ohne Verzögerung" umgesetzt werden könne. In der EU werde über Partnerschaft gesprochen, dies seien jedoch "nur Worte", kritisierte der Chef der internationalen Abteilung von Gazprom, Stanislaw Zigankow. Gazprom brauche "zusätzliche Signale" für den Gasbedarf Europas. Die Leitung "South Stream" soll in Umgehung der Ukraine Gas nach Westen pumpen und gilt als Konkurrenz für Nabucco.
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