Tschechien will Mehrheitsanteil an Cesky Telecom verkaufen
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Prag (pte) - Die tschechische Regierung will ihre Kontrollmehrheit an der Cesky Telecom aufgeben und durch eine Zweitplatzierung ihres 51-Prozent-Anteils bis zu 15 Mrd. Kronen (478,3 Mio. Euro) erlösen. Wie die Financial Times (FT) berichtet, gibt die Regierung einem Verkauf über die Börse den Vorzug vor einem strategischen Investor, nachdem drei Übernahmeversuche am Zusammenbruch der Marktpreise gescheitert sind. Die Regierung zweifelt allerdings daran, ob genügend Wettbewerb vorhanden ist, um einen möglichst hohen Preis herauszuschlagen.
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Der dänische Telekomkonzern TDC, der bereits vor zwei Jahren eine Übernahme für 1,82 Mrd. Euro angestrebt hat, ist einer der Hauptinteressenten an dem Aktienpaket der tschechischen Regierung. Weitere potenzielle Kaufinteressenten sind laut FT die britische Vodafone und die France-Telecom-Tochter Orange. Beide haben aber offenbar nur Interesse an der Mobilfunktochter Eurotel.
Die meisten der potenziellen Interessenten sind dagegen Finanzinvestoren. Die tschechische Regierung befürchtet, dass es ihnen nur darum geht, ihre Anteile möglichst mit Gewinn wieder zu verkaufen, und so eine Zerschlagung des Konzerns droht. Damit könnte dem tschechischen Staat eine wichtige Steuereinnahmequelle verloren gehen. Die Cesky Telecom ist laut FT der letzte Telekomkonzern Mitteleuropas, der sich noch mehrheitlich in Staatsbesitz befindet. Im vergangenen Jahr kauften der niederländische Telekomkonzern KPN und Swisscom zusammen einen 27-prozentigen Anteil an dem Unternehmen.
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