Trittin wirft RWE in Atompolitik Erpressungsversuch vor
Der niedersächsische SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner erwartet trotz gegenteiliger Positionen von Union und SPD zur Atomkraft wegen des RWE-Antrags keine größere Belastung für das Regierungsbündnis. "Ich glaube nicht, dass die CDU geneigt ist, der Energiewirtschaft an dieser Stelle große Zugeständnisse zu machen", sagte Jüttner der "Berliner Zeitung". Wegen der Auseinandersetzung um die Gebühren der Konzerne für die Netzdurchleitung sei deren Ansehen bei den politischen Eliten in Berlin derzeit ohnehin eher durchwachsen. Auch sei keine harte juristische Auseinandersetzung zu erwarten, sollte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) den RWE-Antrag ablehnen. Nach seiner Einschätzung wollten die Konzerne keine juristische Entscheidung, sondern sie wollten die große Koalition nutzen, "um den Atomkonsens aus ihrer Sicht kreativ fortzuschreiben und gucken, wie hart der Widerstand ist".
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