Trittin will mindestens 3 Standorte als Atommüll-Endlager erkunden

dpa | 15.11.2004
Bild: Stromleitungen


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Melle (dpa) - In Deutschland sollen nach dem Willen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) mindestens drei Standorte als Atommüll-Endlager erkundet werden. Zunächst sollten mindestens drei Standorte überirdisch und anschliessend zwei davon auch unterirdisch untersucht werden, sagte Trittin am Samstag beim Landesparteitag der niedersächsischen Grünen in Melle. "Ein solches Auswahlverfahren wird auch bei Parteifreunden in Bayern und Baden- Württemberg nicht nur Freude auslösen."

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Trittin kritisierte, der Salzstock in Gorleben sei vor Jahren aus taktischen Gründen als Standort für ein Atommüllendlager ausgewählt worden, weil er damals an der innerdeutschen Grenze gelegen habe. Inzwischen seien dort 1,4 Milliarden Euro verbuddelt worden. "Was da gemacht worden ist, ging über Erkundung hinaus. Unter dem Aspekt des Atomrechtes ist Gorleben ein Schwarzbau und nichts anderes", sagte Trittin. "Jeder Transport, der nach Gorleben gegangen ist, ist auch ein Stück Vorfestlegung gewesen." Der jüngste Castor-Transport aus Frankreich ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben war in der vergangenen Woche von einem tödlichen Unfall in Frankreich überschattet worden.


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