Töpfer für Zukunft ohne Kernkraft
AFP | 25.09.2006
Osnabrück (AFP) - Der frühere CDU-Bundesumweltminister Klaus Töpfer hat sich für einen Atomausstieg ausgesprochen. In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe) sagte Töpfer: "Wir müssen alles daran setzen, eine Zukunft ohne Kernenergie zu erfinden." Der ehemalige Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP vertritt damit eine andere Ansicht als einige Parteikollegen in der großen Koalition, die für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken plädieren. Dazu Töpfer: "Ich bleibe dabei: Wir müssen Alternativen entwickeln."
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Töpfer nannte die Entwicklung von erneuerbaren Energien "überlebensnotwendig". Jedem Bürger müsse klar werden, "dass Umwelt kein Luxusgut ist". Den Industrieländern warf er Rücksichtslosigkeit in der Umweltpolitik vor. 85 Prozent des bisher in die Atmosphäre gelangten Kohlendioxids stammen laut Töpfer von den hoch entwickelten Ländern. "Wir greifen die Lebensgrundlagen der weniger entwickelten Staaten an. Es gibt Umweltflüchtlinge, die ihre Heimat verlieren, weil wir unsere Hausarbeit nicht machen. Das ist Aggression."
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