TK-Experte: Industrie muss Markt für UMTS erst noch erschaffen

Verivox | 15.03.2004
Bild: Hand mit Smartphone


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Berlin (ots) - Die Unternehmen sind noch nicht reif für UMTS. "Die Mobilfunkindustrie steht vor einer ganz anderen Herausforderung als in der Vergangenheit", sagt der Telekommunikationsexperte Roman Friedrich, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton, im Gespräch mit dem "Tagesspiegel am Sonntag".

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"Sie muss den Markt, den sie erschliessen will, erst noch erschaffen." Die Mobilfunkindustrie habe sich lange damit herumgeschlagen die technischen Probleme in den Griff zu bekommen, sagt Friedrich weiter. "Sie hat sich zu wenig mit den Anwendungen beschäftigt." Die Branche muss deshalb umdenken. "Die Betreiber müssen lernen, wie die Konsumgüterindustrie zu arbeiten", sagt Friedrich. Und: "Bei den komfortablen Margen von mehr als 50 Prozent, die die Branche im Sprachdienst gewohnt ist, wird es nicht bleiben", sagt der Berater. "Die Margen werden sinken, weil die Unternehmen viele massgeschneiderte Produkte für immer kleinere Kundengruppen entwickeln müssen." 2002 erreichten die Datenumsätze in den Mobilfunkmärkten Europa, USA und Asien ein Volumen von 32 Milliarden Dollar (rund 26 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Der Umsatz mit Sprachdiensten lag bei 280 Milliarden Dollar. Nach einer Prognose von Booz Allen Hamilton wird die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für Datenumsätze von 2002 bis 2007 bei 24 Prozent liegen - bei den Sprachdiensten vier Prozent.


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