Tipps: Wie man die Wohnung vor Sonne schützt
Berlin - Ein außen angebrachter Sonnenschutz kann die Wärmeeinstrahlung in eine Wohnung um 75 Prozent verringern. Am geeignetsten sind dafür Lamellen, Rollläden oder Fensterläden. Mieter sollten hier allerdings beachten, dass der Vermieter seine Erlaubnis geben muss, da es sich um einen Eingriff in die Bausubstanz handelt, erläutert Uwe Bigalke, Energieexperte der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Es müsse schließlich gebohrt, gedübelt und geschraubt werden.
Auch mit einer dauerhaft angebrachten Klebefolie, die rund 15 Jahre lang hält und von einem Fachmann angebracht wird, muss der Vermieter einverstanden sein. Solche Folien sind getönt und lassen daher auch im Winter etwas weniger Sonnenwärme in die Wohnung.
Klemmbefestigungen zum Beispiel für Jalousien sind dagegen nur für den Innenbereich gedacht. Dies hat Sicherheitsgründe - denn solche Jalousien könnten sich lösen und auf die Straße fallen. Wer einen Balkon oder eine Terrasse vor den Fenstern hat, kann diese auch mit Sonnensegeln, Sonnenschirmen und großen Pflanzen verschatten.
Beim innenliegenden Sonnenschutz gibt es neben Jalousien nur die klassischen Fenster-Vorhänge. Sie halten rund 25 Prozent der Wärmeeinstrahlung aus der Wohnung fern. Vorhänge sollten möglichst lichtdicht und lieber hell als dunkel sein - nur so werde die Sonne nach außen reflektiert, erklärt Bigalke. Schwarze Vorhänge hingegen heizten sich auf und gäben die Wärme in den Raum ab.
Vorsicht sei bei innen am Fenster angebrachter Alufolie gegeben, da diese schlimmstenfalls die Fensterscheibe zum Bersten bringen könnte. Bei Doppelkasten-Fenstern könne auch eine Thermomatte zum Einsatz kommen. Hier muss die silbernfarbene Seite aber nach außen zeigen.
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