Tiefensee: 130 Euro Heizkostenzuschuss für Zwei-Personen-Haushalt

dpa
Bild: Taschenrechner mit Schreibutensilien


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Berlin - Die Bundesregierung greift Wohngeldempfängern bei den gestiegenen Heizkosten finanziell unter die Arme. Sie erhalten für Oktober, November und Dezember einen einmaligen, nach Haushalten gestaffelten Heizkostenzuschuss. Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch bekommen Bezieher niedriger Einkommen und Renten pauschal für Ein-Personen-Haushalte 100 Euro und für Zwei-Personen-Haushalte 130 Euro. Die Länder, die wie der Bund die Hälfte der Kosten von 120 Millionen Euro tragen sollen, müssen noch zustimmen.


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Damit werde die zum 1. Januar 2009 bereits beschlossene Wohngelderhöhung vorgezogen, teilte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) mit. «So wird die gesamte Heizperiode dieses Winters in den neuen Wohngeldregelungen berücksichtigt. Damit entlasten wir die Menschen mit niedrigem Einkommen von den stark gestiegenen Energiepreisen.» Voraussetzung für die Zahlung des zusätzlichen Einmalbetrages ist nach Ministeriumsangaben, dass für mindestens einen Monat in der Zeit vom Oktober 2008 bis zum März 2009 Wohngeld bewilligt worden ist oder wird. Ausgezahlt werden soll die Pauschale erst nach Vorlage der Heizkostenabrechnungen im Frühjahr. Anträge müssen nicht gestellt werden.

Zu den Wohngeldempfängern zählen vor allem ältere Menschen und Familien mit Kindern. Derzeit sind es laut Ministerium rund 600 000 Haushalte. «Durch die Wohngeldreform werden von 2009 an rund 800 000 Haushalte wohngeldberechtigt.» Zum 1. Januar 2009 wird das Wohngeld im Schnitt um 50 auf etwa 140 Euro monatlich erhöht. Die Heizkosten sollen künftig regulär in die Berechnung der Leistungen eingehen. Die Diskussion über zusätzliche staatliche Hilfen für sozial schwache Haushalte war in den vergangenen Monaten durch die drastisch gestiegenen Öl- und Gaspreise aufgekommen. Zahlreiche Versorger haben weitere Heizkosten-Erhöhungen angekündigt.



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