Thüga investiert in neue Windparks
München - Der Energieversorger Thüga baut sein Windparkportfolio in Deutschland stark aus. Insgesamt produzieren die elf neuen Windkraft-Anlagen jährlich Strom für rund 14.000 Haushalte. Die große Streuung der Anlagen sorgt für geringere Investitionsrisiken.
Die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG hat ihr Windparkportfolio um elf Anlagen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Brandenburg erweitert. Insgesamt werden die neuen Windenergieanlagen jährlich circa 49 Millionen Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Dies entspricht in etwa der Deckung des jährlichen Strombedarfs von circa 14.000 Haushalten. Die Gesamtleistung beträgt 25 Megawatt. Damit verfügt die Thüga Erneuerbare Energien insgesamt über gut 81 Megawatt.
Angemessene Rendite-Risikostruktur
„Das ist ein gutes Ergebnis für ein Jahr operatives Geschäft. Wir liegen genau im Investitionsplan“, so Michael Riechel, Geschäftsführer der Thüga Erneuerbare Energien. Bis 2020 soll insgesamt eine Milliarde Euro in die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen fließen. Das Unternehmen hat bereits weit über 100 Projekte geprüft. Auch in den europäischen Nachbarländern wäre ein Engagement vorstellbar, wenn die bundesländerspezifischen und gesellschaftsvertraglichen Rahmenbedingungen dafür gegeben sind. Darüber hinaus besteht auch Interesse an Repowering-Projekten. Hinter der Thüga Erneuerbare Energien stehen 35 Unternehmen der Thüga-Gruppe, die sich entschlossen haben, auch überregional in den Ausbau von Erneuerbaren zu investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Windkraft, die in Deutschland gegenwärtig das größte Potential hat. Viel Wert legt das Gemeinschaftsunternehmen auf die Akzeptanz in der Bevölkerung und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals. „Durch die Diversifizierung auf mehrere Standorte und verschiedene, erprobte Anlagentechnologien streuen wir das Risiko und sorgen für eine optimale Rendite“, erklärt Dr. Kay Dahlke, Geschäftsführer der Thüga Erneuerbare Energien.
Erstmals 3-Megawatt-Technologie im Einsatz
Die Thüga Erneuerbare Energien hat im rheinland-pfälzischen Laubach das erste Mal auch in eine drei Megawatt-Anlage investiert. „Ich gehe davon aus, dass diese Technologie aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit künftig den Windmarkt dominieren wird“, ist Dahlke überzeugt. Die Enercon E-101 Windkraftanlage hat einen Rotordurchmesser von 101 Metern und eine Nabenhöhe von 135 Metern. Drei Megawatt-Anlagen können auch in windschwächeren Regionen eingesetzt werden. „Das könnte gerade dem Süden Deutschlands die Chance eröffnen, ihren Anteil an Windkraft zu erhöhen“, prognostiziert Dahlke. Weiter hat das Unternehmen ihren in 2011 erworbenen Windpark in der Gemeinde Unzenberg um zwei REpower MM92 Anlagen erweitert. Entwickler beider Projekte war erneut die juwi-Gruppe.
Engagement in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
In Beppen nahe Bremen hat die Thüga Erneuerbare Energien den Windpark Beppener Bruch mit vier Enercon E-82 Windkraftanlagen von der WindStrom Unternehmensgruppe erworben. Außerdem hat das Unternehmen eine Enercon E-70 im niedersächsischen Oelerse sowie eine Enercon E-82 Windkraftanlage in Hakenstedt in Sachsen-Anhalt gekauft. Alle Anlagen sind bereits in Betrieb. „Ein Einstieg nach Inbetriebnahme hat natürlich den Vorteil, dass zum einen die Baurisiken entfallen und zum anderen die Einnahmen durch die Stromerzeugung schon da sind“, so Riechel. Grundsätzlich ist das Unternehmen jedoch bereit, in allen Phasen eines Projekts einzusteigen.
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