Test: Teure Mobilfunktarife durch schlechte Beratung
Berlin - Die schlechte Beratung bei Mobilfunkanbietern kommt viele Kunden teuer zu stehen. Nicht einmal jeder fünfte Mobilfunkberater schlägt den günstigsten Tarif für einen Telefonvertrag vor, wie die Stiftung Warentest herausfand. Für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift "test" prüften die Verbraucherexperten sieben bundesweite Anbieter auf die Qualität ihrer Tarifberatung. Die Mitarbeiter sind demnach zwar freundlich und die Wartezeiten kurz, doch lediglich 02 erreichte das Qualitätsurteil "gut". Bei anderen Anbietern zahlt der Verbraucher nach Abschluss eines Zweijahresvertrages bis zu 540 Euro zuviel.
Die Mobilfunkanbieter Dug, The Phone House, E-Plus und Vodafone kamen deshalb nicht über ein "ausreichend" hinaus. Die meisten Berater gingen laut Testbericht zu wenig auf das Nutzerverhalten des Kunden ein, wobei im Schnitt monatliche Mehrkosten von bis zu zwölf Euro anfielen. Der für Geringtelefonierer günstige Prepaidtarif wurde demnach von keinem einzigen Mitarbeiter in Erwägung gezogen.
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