Telekommunikationsanbieter QSC startet erstes Glasfaserprojekt
Köln - Der mittelständische Telekomanbieter QSC
Der Bau von Glasfasernetzen ist äußerst kostspielig. 30 bis 50 Milliarden Euro könnte er laut Schätzungen in Deutschland verschlingen, einen Großteil davon machten die Grabungsarbeiten aus.
Schnelle Netze kosten viel Geld
Nach Berechnungen der Deutschen Telekom
Die Telekombranche ist sich deshalb einig, dass ein deutschlandweites Glasfasernetz nur gemeinsam gestemmt werden kann. Am Tisch des so genannten NGA-Forum der Bundesnetzagentur diskutieren Telekonkonzerne, Politik, aber auch Kabelnetzbetreiber und Energieversorger seit dem Frühjahr über gegenseitige Nutzungsszenarien und gemeinsame Standards.
QSC startet Glasfaser-Projekt im Kleinen
In einem ersten Schritt soll das Glasfasernetz des Regionalcarriers HL komm in Leipzig weiter vermittelt werden. Als potenzieller Kunde hat sich bereits der DSL-Anbieter United Internet
Weiteres Interesse ist vorhanden: "Wir führen Gespräche mit einem Dutzend weiteren Infrastrukturanbietern", sagte Schlobohm dem "Handelsblatt". Ein Sprecher der Netzagentur begrüßte den Vorstoß: Im Rahmen des NGA-Forum seien solche Modelle auf breiterer Ebene geplant.
Neues Geschäftsfeld anvisiert
QSC erschließt sich mit den Vermittlerdiensten ein neues Geschäftsfeld. Wie hoch die Umsatzbeteiligung je Anschluss ausfällt, wollte eine Sprecherin nicht sagen. Der Kölner Mittelständler macht mit Dienstleistungen für Firmenkunden und dem Weiterverkauf seines Netzes einen Jahresumsatz von rund 420 Millionen Euro. Die Investitionen in die neuen Plattform halten sich laut der Sprecherin in Grenzen. Lediglich die Schnittstellen müssten konfiguriert werden, das läuft in modernen Netzen inzwischen über Software. QSC selbst hat kein Glasfasernetz und will auch in Zukunft nicht in Glasfaser investieren. Zuletzt fuhr QSC seine Investitionen deutlich zurück, 2009 waren es nur noch 6,5 Millionen Euro.
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