Telekom vor Einigung mit griechischer Regierung über OTE-Kauf
AFP, Verivox
Athen (AFP) - Die Deutsche Telekom steht Presseberichten zufolge kurz vor der Einigung mit der griechischen Regierung über den Einstieg beim Telekommunikationsanbieter Hellenic Telecom (OTE). Ein Vertrag werde noch in dieser Woche unterzeichnet, berichteten griechische Zeitungen am Montag. Letzter Streitpunkt ist nach Angaben von Finanzminister Giorgos Alogoskoufis der Verkaufspreis eines Drei-Prozent-Anteils an OTE im Besitz des Staates. Die Telekom hatte im März für rund 2,5 Milliarden Euro einen Anteil von 20 Prozent an der OTE gekauft. Der griechische Staat, mit derzeit 28 Prozent Großaktionär, muss der Beteiligung zustimmen.
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Die beiden Großaktionäre hatten vereinbart, dass die Telekom weitere OTE-Anteile in Höhe von drei Prozent vom Staat und von zwei Prozent auf dem Markt erwirbt. Für die ersten Anteile hatte die Telekom dem Investor Marfin Investment Group (MIG) 26 Euro pro OTE-Aktie gezahlt. Der griechische Staat möchte für seine Aktien nun einen höheren Preis, insgesamt 400 bis 500 Millionen Euro. Einig sind sich Athen und die Telekom den Presseberichten zufolge über die künftige Führung der OTE: Danach soll der Vorstandschef von der griechischen Seite bestimmt werden, der Geschäftsführer von der deutschen.
Mit dem Einstieg bei der OTE setzt die Telekom ihre weltweite Einkaufstour insbesondere auf dem Mobilfunkmarkt fort. Der Konzern hat im vergangenen Jahr bereits den niederländischen Mobilfunkanbieter Orange sowie den US-Mobilfunkanbieter SunCom Wireless übernommen. Damit will die Deutsche Telekom die Abhängigkeit vom hart umkämpften deutschen Markt vermindern. Dort ist das Unternehmen vor allem wegen der anhaltenden Abwanderung von Festnetz-Kunden in den vergangenen Jahren in Schwierigkeiten geraten.
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