Telekom verkauft fünf Callcenter an Bertelsmann-Tochter Arvato
dpa | 26.03.2007
Bonn/Neubrandenburg (dpa) - Die Deutsche Telekom verkauft ihre Callcenter in Rostock und Neubrandenburg sowie an drei weiteren Standtorten an Bertelsmann. Im Zuge der Übernahme wechselten 1100 Mitarbeiter der Telekom zur Bertelsmann-Tochter Arvato, teilten die beiden Unternehmen am Montag in Bonn und Gütersloh mit. Betroffen sind neben Rostock und Neubrandenburg noch Potsdam, Erfurt und Stuttgart. Der Verkaufspreis liegt laut einem "Handelsblatt"-Bericht im unteren dreistelligen Millionenbereich.
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Nach Angaben eines Telekom-Sprechers hat Arvato für die betroffenen Mitarbeiter eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2012 garantiert. Die Gewerkschaft ver.di kritisierte dennoch den Verkauf: "Das ist eine Nacht- und Nebelaktion, wie wir sie in den vergangenen Monaten oft gesehen haben." So seien die Betriebsräte nicht vorab informiert worden. Die Telekom verhandelt derzeit mit ver.di über die Ausgliederung von rund 50 000 Mitarbeitern in eigene Servicegesellschaften. Die erste Gesprächsrunde war in der vergangenen Woche ergebnislos vertagt worden.
Die verkauften Standorte gehören zur konzerneigenen Arbeitsagentur Vivento Customer Services (VCS). Mit der Veräußerung will der Bonner Konzern seine Kosten senken. Bereits in den vergangenen Monaten verkaufte die Telekom sieben Callcenter mit mehr als 1000 Mitarbeitern an walter ComCare. Auf der Verkaufsliste befinden sich weitere Standorte. Es stünden noch neun bis zehn Callcenter zum Verkauf, sagte der Telekom-Sprecher.
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