Telekom und ver.di weisen Kungelvorwürfe wegen Sozialfonds zurück
dpa
Bonn/Berlin (dpa) - Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di haben Kritik an einem geplanten Sozialfonds für Konzernmitarbeiter zurückgewiesen. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Einrichtung des Fonds und der anstehenden Vertragsverlängerung von Telekom-Vorständen, sagte ver.di-Vorstand Lothar Schröder am Dienstag in Berlin und wies damit Spekulationen des "Handelsblattes" zurück. Weder inhaltlich noch zeitlich gebe es eine Verbindung.
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Das "Handelsblatt" hatte zuvor die geplante Einrichtung des Fonds mit einem Volumen von 9,3 Millionen Euro in Zusammenhang mit der im November anstehenden Vertragsverlängerung von Vorstandschef Kai-Uwe Ricke gerückt. Seit einigen Wochen wird über ein vorzeitiges Ausscheiden von Ricke spekuliert. Zudem will die Telekom dem Bericht zufolge mit dem Sozialfonds die Zustimmung von ver.di für zusätzliche Entlassungen bei der Geschäftskundensparte T-Systems gewinnen. "Diese Vorwürfe weisen wir entschieden zurück", sagte ein Konzernsprecher.
Nach Angaben der Telekom und ver.di wurde die Grundlage für den Sozialfonds bereits im Jahr 2004 geschaffen. Mit dem Fonds sollen Notlagen bei Mitarbeitern beseitigt und Qualifizierungsmaßnahmen finanziert werden. Die Leistungen würden exklusiv ver.di-Mitgliedern zur Verfügung stehen, sagte Schröder. Die Mittel von 9,3 Millionen Euro stammen aus einem in diesem Jahr ausgelaufenen Härtefallfonds, der nach einem Gehaltsverzicht von Telekom-Mitarbeitern eingerichtet worden war.
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