Telekom-Spitzelaffäre: Prozess beginnt Anfang September
- Prominente Zeugen in der Telekom-Spitzelaffäre
- Telekom-"Spitzelaffäre": Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel eingestellt
- Telekom-Spitzelaffäre: mehr als 70 neue Fälle
- Spitzelaffäre: Telekom will je eine Million von Top-Managern
- Erste Festnahme in Telekom-Spitzelaffäre
- Spitzelaffäre: Ver.di-Chef Bsirske fordert Unterlassungserklärung
- Skandal: Telekom ließ Manager und Journalisten bespitzeln
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Bonn - In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom beginnt am 3. September vor dem Landgericht Bonn der Prozess gegen ehemalige Manager und Mitarbeiter des Unternehmens. In dem Verfahren müssen sich ein früherer Leiter in der Konzernsicherheit, ein weiterer Mitarbeiter der Abteilung, ein Mitarbeiter der damaligen T-Mobile sowie der Chef einer Berliner EDV-Firma verantworten. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem gemeinschaftlichen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz vor.
Die Ermittlungen gegen Ex-Konzernchef Kai Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel in der Affäre hatte die Staatsanwaltschaft im Juni eingestellt. Den beiden Topmanagern konnte nach Angaben der Behörde anhand ihrer Aussagen nicht nachgewiesen werden, dass sie die Auswertung von Telefonverbindungsdaten von Mitarbeitern und Journalisten in Auftrag gegeben oder daran mitgewirkt hätten. Die Telekom hatte nach früheren Angaben von Ermittlern in den Jahren 2005 und 2006 die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten der Telekom, Angehörigen des Betriebsrats, von Journalisten, aber auch von Dritten wie Verdi-Chef Frank Bsirske ausgespäht.
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