Telekom legt Quartalszahlen vor - Musikhandy iPhone vor dem Start
Ob Obermann den Kundenschwund im Festnetzgeschäft inzwischen hat begrenzen können, gilt als unwahrscheinlich. Der Vorstandschef hat sich darauf eingestellt, dass die Telekom weitere Kunden an ihre Wettbewerber abgeben muss. Angesichts des knallharten Preiswettbewerbs hatten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2007 im Festnetz um 7,5 Prozent verringert.
Gleichzeitig verlor die Telekom, die im bis Ende Juni 31 Milliarden Euro Umsatz und ein Nettoergebnis von 1 Milliarde Euro erwirtschaftet hatte, rund 1,1 Millionen Kundenanschlüsse an die Konkurrenz. Punkten konnte das Unternehmen dagegen im DSL- Neukundengeschäft. So wuchs die Zahl der Breitbandanschlüsse im Inland um 28 Prozent auf 11,5 Millionen.
Zur Jahresmitte waren die Bonner zudem mit der Zweitmarke Congstar in den Discountbereich eingestiegen. Getragen wird das Ertragswachstum der Telekom derzeit allein vom Auslandsgeschäft. So kletterte im ersten Halbjahr 2007 das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 22 Prozent. Vor allem die US- Mobilfunktochter gilt als der Ertragsmotor, der im ersten Halbjahr erstmals mehr als 1 Milliarden Euro zum Konzern-EBITDA beisteuerte.
In dem Bereich hat Obermann inzwischen auch wieder erste Zukäufe im Ausland getätigt. So übernahm die Telekom die niederländische Tochter des französischen Mobilfunkkonzerns Orange. Außerdem wurden erste Verkäufe wie die Abgabe der Vivento Technical Services getätigt. Außerdem sollen die Bonner nach Angaben aus Unternehmenskreisen vor dem Verkauf ihrer Tochter Media & Broadcast stehen.
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