Telekom fasst wieder Tritt - Stellenabbau geht weiter
Obermann zeigte sich zuversichtlich, dass die Telekom das Geschäftsjahr 2007 mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 19 Milliarden Euro abschließen wird. Diese Zielgröße hat sich der Vorstand auch für 2008 vorgenommen. Die Börse honorierte das Zahlenwerk zum Handelsauftakt zunächst mit deutlichen Aufschlägen für die T-Aktie. Am Nachmittag schmolzen die Kursgewinne praktisch wieder vollständig weg.
Obwohl das Sparprogramm inzwischen erste Früchte trägt, hält der Vorstandschef angesichts des scharfen Wettbewerbs und der Vorgaben durch die Regulierung die Personalstrukturen des Unternehmens für "anpassungsbedürftig". Obermann: "Uns bleibt keine andere Wahl, als das Unternehmen auch in Zukunft effizienter zu machen." Die bereits erzielten Einsparungen in den ersten drei Quartalen bezifferte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick auf 1,4 Milliarden Euro.
ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder kritisierte unterdessen die laufenden Einschnitte beim Personal: "Die Deutsche Telekom hat kein Mitarbeiter-, sondern ein Umsatzproblem." Nach Einschätzung von Schröder will die Telekom Standorte zusammenlegen, wovon vor allem der Osten Deutschlands betroffen sein werde. Er befürchtet, dass sich der Konflikt zwischen ver.di und der Telekom-Führung in der Zukunft verschärfen könnte.
Im Mai hatten sich die Tarifpartner darauf verständigt, rund 50.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte in Service-Gesellschaften auszugliedern, wo sie teilweise zu schlechteren Konditionen arbeiten. Außerdem läuft bei der Telekom bis 2008 noch ein Programm zum Stellenabbau. Insgesamt sollen 32 000 Mitarbeiter ohne betriebsbedingte Kündigungen den Konzern verlassen. Die Telekom beschäftigte Ende September noch 152.000 Menschen in Deutschland, rund 8.000 weniger als zum Jahresanfang.
Mit dem Musikhandy iPhone, das an diesem Freitag in die T-Punkte kommt, will Obermann auf dem deutschen Mobilfunkmarkt punkten. In diesem Bereich hat die Telekom durch den Preisverfall Umsätze und Gewinne verloren. "Wir erwarten, dass wir mit dem iPhone in Deutschland zusätzlich an Schlagkraft im Wettbewerb gewinnen", betonte er. Mögliche Verkaufszahlen wollte Obermann nicht nennen. Das Unternehmen sei angesichts "erheblicher" Voranmeldungen jedoch optimistisch.
Auf dem Heimatmarkt setzen die Wettbewerber die Telekom indes weiterhin unter Druck. Die Kundenverluste bei den klassischen Telefonanschlüssen seien im dritten Quartal zwar verringert worden, lagen aber immer noch bei knapp 500 000. In den ersten drei Quartalen kehrten somit 1,6 Millionen Kunden der Telekom den Rücken. Nach wie vor hält die Telekom bei Telefonanschlüssen einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent.
Gut unterwegs sei dagegen das Breitband-Geschäft. Insgesamt registrierte das Unternehmen 1,4 Millionen neue DSL-Kunden bis Ende September. Im dritten Quartal unterzeichnete fast jeder zweite Kunde einen DSL-Vertrag bei der Telekom. Auch beim Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL komme die Telekom voran: Bisher seien 27 Städte angeschlossen, weitere 23 sollen im kommenden Jahr folgen. Festnetz-Vorstand Timotheus Höttges kündigte an, dass die Zahl der umsatzstarken Kunden mit dem "Entertain"-Tarif bis zum Ja
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