Telekom-Chef Obermann entschuldigt sich bei Bespitzelten

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Bonn - Telekom-Chef René Obermann entschuldigt sich bei den Betroffenen der Bespitzelungsaffäre persönlich am Telefon. Bereits am Freitag begann Obermann damit, erste Betroffene anzurufen. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in Bonn auf dpa-Anfrage. Nach bisherigen Erkenntnissen der Bonner Staatsanwaltschaft wurden insgesamt 55 Menschen illegal ausspioniert, darunter auch sieben Journalisten. Zu dem Personenkreis gehören zudem Mitglieder der Aufsichtsräte der Deutschen Telekom AG und deren Tochterfirma T-Mobile, ein Vorstandsmitglied der Telekom sowie Betriebsräte. Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, ist unter den Bespitzelten.


Die Telekom ließ in den Jahren 2005 und 2006 Daten von Telefongesprächen überprüfen, um undichte Stellen im Konzern zu schließen. Vertrauliche Informationen waren weitergegeben worden. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke. Die Affäre war im April durch Presseberichte bekanntgeworden.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), forderte Obermann auf, offenzulegen, ob es weitere Ausspähungen gegeben habe und wer dafür verantwortlich sei. "Im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit sollte die Telekom jetzt die Karten auf den Tisch legen", sagte Edathy dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag).



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