Telecom Italia hält Verkauf von Hansenet für möglich
- Telecom Italia trennt sich von Anteilen und baut weitere Stellen ab
- Telecom Italia will an deutscher Tochter Hansenet festhalten
- Zeitung: DSL-Anbieter Hansenet führt Fusionsgespräche mit Versatel
- HanseNet verdoppelt den Umsatz auf 1,1 Milliarden Euro
- HanseNet wächst nach AOL-Übernahme mit "Alice" in neue Dimension
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Hamburg - Der italienische Konzern Telecom Italia stellt möglicherweise seine Breitbandtochter Hansenet, die unter der Marke Alice auftritt, zum Verkauf. Das Unternehmen wolle sich auf die Kernmärkte Italien und Brasilien konzentrieren, sagte Telecom-Italia-Chef Franco Bernabé laut "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) auf einer Konferenz. Das bedeute, dass alles andere verkauft werden könne. Allerdings werde dies nicht um jeden Preis und nicht an jeden Wettbewerber geschehen, hieß es weiter.
Insgesamt wolle Barnabé Unternehmensanteile im Wert von rund drei Milliarden Euro veräußern. Dem Schuldenstand von rund 36 Milliarden Euro wolle Telecom Italia mit einem Sparprogramm, darunter auch mit Stellenstreichungen, begegnen. Auch die Verkäufe seien Teil eines Plans, mit der der Konzern aus der Krise geführt werden soll.
Dem Blatt zufolge werden die besten Chancen für einen Erwerb von Hansenet dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica eingeräumt, der in Deutschland mit dem Mobilfunkunternehmen O2 aktiv ist. Beide Unternehmen kooperierten bereits, unter anderem vertreibe Hansenet unter seiner Marke Alice Mobilfunkverträge von O2. Als weitere Interessenten gelten United Internet, Versatel oder Vodafone.
Hansenet hatte dem Bericht zufolge in der ersten Jahreshälfte die Konzernmutter mit einer hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Gewinnmarge enttäuscht. Das Unternehmen reagierte darauf mit einem Sparprogramm. Alice hat nach eigenen Angaben in Deutschland rund 2,35 Millionen DSL-Kunden.
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