T-Mobile und Vodafone D2 kündigen Marktstart von UMTS-Handys an

dpa | 04.05.2004
Bild: Hand mit Smartphone

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die beiden deutschen Marktführer T-Mobile und Vodafone D2 wetteifern um die Führung im UMTS-Geschäft. Am Dienstag kündigten die Betreiber, auf die rund 80 Prozent des gesamten Mobilfunkmarktes entfällt, ab sofort den kommerziellen Start von UMTS-Handys an. Nach der spektakulären Auktion von sechs UMTS-Lizenzen im August 2000 und mehreren Startverzögerungen heben damit die schnellen Mobilfunkdienste in Deutschland endlich ab.

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Die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkriesen Vodafone war vor rund drei Monaten als erster Anbieter mit UMTS-Datenkarten für Geschäftskunden an den Markt gegangen. T-Mobile zog im April nach. Die übrigen zwei Anbieter e-plus und O2 wollen noch im Laufe dieses Jahres an den Start gehen.

"Ab sofort können alle Vorteile von UMTS wie Videotelefonie, Videos in TV-Qualität und schnelle Datenübertragung genutzt werden", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jürgen von Kuczkowski in Düsseldorf. Vodafone D2 setzte ihre Erfolgsgeschichte mit dem ersten UMTS-Handy des koreanischen Herstellers Samsung fort. T-Mobile öffne ein weiteres Tor zur mobilen Welt von Multimedia, hiess es in einer Mitteilung der Telekom-Tochter. Mit dem UMTS-fähigen Mobiltelefon von Nokia könnten die Kunden jetzt die ganze Palette mobiler Breitbandkommunikation erleben.

Hintergrund: UMTS macht dem Internet Beine

Der Mobilfunkstandard UMTS ist der Nachfolger der GSM-Technik. Die Funknetze werden durch die neue Technologie zur superschnellen Datenautobahn. Nicht die Sprachtelefonie wird revolutioniert, sondern die Übertragung von Daten, Bildern und Videos. Mit dem Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) wird der drahtlose Zugriff auf das Internet beschleunigt. Das Handy in der Westentasche avanciert zum multimedialen Alleskönner.

Theoretisch kann UMTS Daten mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde übermitteln. Diese Funktechnik ist damit bis zu 30 Mal schneller als ISDN (64 kBit pro Sekunde). In der Praxis wird die UMTS- Geschwindigkeit jedoch deutlich unter den denkbaren Spitzenwerten liegen. In der Anfangsphase wird etwa die sechsfache ISDN- Geschwindigkeit erreicht. Entscheidend für den Erfolg und die Wirtschaftlichkeit von UMTS sind aber Anwendungen. Als lukrative Dienste gelten unter anderem der gemischte Text-/Bilderdienst MMS und die Bildtelefonie.



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