T-Mobile, O2 und Vodafone senken Preise für mobiles Internet
Führend im Datengeschäft ist der britische Mobilfunker Vodafone, der sein schnelles UMTS-Angebot seit einigen Jahren intensiv bewirbt. Mit Datendiensten (ohne Kurznachrichten) kommt das Unternehmen auf einen jährlichen Umsatz von 650 Millionen Euro, was knapp neun Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Trotz des Vorpreschens von T- Mobile und O2 will Vorstandschef Joussen seine Spitzenposition behaupten. "Wir sind Marktführer und wollen dies auch bleiben", sagte er. Vodafone habe bereits seine Datentarife gesenkt und könne daher mit den Angeboten konkurrieren. Bei Datenkarten für tragbare Computer kommt Vodafone D2 nach eigenen Angaben mit 400 000 Kunden auf einen Marktanteil von über 60 Prozent.
Mit den Preisabschlägen wollen die Mobilfunk-Konzerne ihre Kunden zu einer höheren Nutzung von Datendiensten animieren und damit die Rückgänge in der Sprachtelefonie ausgleichen. Die Tarife für Handy- Telefonate fielen im vergangenen Jahr um elf Prozent, mit einer Besserung rechnet Vodafone-Chef Joussen nicht. Um ihren Datendienst attraktiver zu machen, rüsten Vodafone und T-Mobile ihre Netze auf. Die Übertragungsrate soll auf 7,2 Megabit pro Sekunde steigen. Damit werden die Handy-Netze schneller als der bisherige DSL-Netzstandard von sechs Megabit pro Sekunde.
Die Telekomfirmen müssen sich auf weitere Preisabschläge einstellen. Die Europäische Kommission drängt auf deutlich günstigere Gebühren für Telefonate im Ausland und will ihre Pläne am Donnerstag bei Beratungen mit den EU-Telekomministern auf der CeBIT vorstellen. Restriktive Einschnitte bei der Preisgestaltung lehnte Joussen ab. Dies behindere den freien Wettbewerb. Er verwies darauf, dass Vodafone die Tarife für Auslandsgespräche schon deutlich gesenkt habe. Am Mittwoch zogen die Düsseldorfer im Datenbereich nach. Gegen eine monatliche Gebühr von 15 Euro können Vodafone-Kunden im Ausland zum Inlandstarif im Internet surfen. Dies sei eine Absenkung von knapp 50 Prozent, sagte Joussen.
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