Südkoreanischer Internetanbieter klagt gegen Microsoft
dpa
Seoul (dpa) - Das südkoreanische Internet-Unternehmen Daum
Communications hat am Montag eine Entschädigungsklage in
Millionenhöhe gegen den US-Softwarekonzern Microsoft eingereicht.
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Der
führende Internetportal-Dienst in Südkorea wirft Microsoft und dessen
koreanischer Tochter unfaire Marktpraktiken vor. Die Integration der
Zusatzfunktion Instant Messaging in das Betriebssystem Windows XP
halte die Verbraucher von einer freien Wahl ab, teilte Daum in einer
Erklärung in Seoul mit. In der Klage an das Seouler Bezirksgericht
fordert das Unternehmen zehn Milliarden Won (etwa 7,2 Mio Euro) von
Microsoft.
"Microsoft hat die Möglichkeit der freien Wahl der Produkte dadurch blockiert, dass es seine beherrschende Stellung im Softwaremarkt ausnutzt", hiess es. Daum konkurriert unmittelbar mit dem US-Unternehmen auf dem koreanischen Markt für den Instant-Messaging-Dienst, der den direkten Austausch von Texten zwischen Internetnutzern gewährleistet.
Daums Klage erfolgte knapp drei Wochen nach der Verhängung eines Rekordbussgeldes gegen Microsoft in Höhe von 497 Millionen Euro durch die EU-Kommission wegen kartellrechtlicher Verstösse. Dabei ging es um die Ausstattung des Betriebssystems Windows mit dem so genannten Mediaplayer.
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