Stuxnet-Nachfolger "Duqu" in acht Ländern aufgetaucht
Paris - Die Schadsoftware Duqu, die als Nachfolger des Computerwurms Stuxnet gehandelt wird, ist in insgesamt acht Ländern aufgetaucht. Laut der US-Computersicherheitsfirma Symantec wurde der Wurm in Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen in Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz sowie in der Ukraine, in Indien, dem Iran, dem Sudan und in Vietnam entdeckt.
"Die Gefahr von Duqu breitet sich aus", erklärte Symantec. Der Computerwurm stellt laut Experten eine ähnliche große Gefahr wie Stuxnet dar, der angeblich zur Zerstörung des iranischen Atomprogramms entwickelt worden war, er verfolgt aber ein anderes Ziel.
Laut Symantec ist Duqu so programmiert, dass er Daten von Herstellern industrieller Kontrollsysteme ausspionieren kann, die wiederum für Attacken auf Industrieanlagen genutzt werden können. Nach Angaben von Experten verwendet Duqu einen ähnlichen Code wie der gefährliche Wurm Stuxnet. Symantec prüft nach eigenen Angaben nun zudem bislang "unbestätigte Berichte", wonach der Wurm auch in Großbritannien, Österreich, Ungarn und Indonesien sein Unwesen treiben soll.
Deutsche Firmen hat Duqu nach bisheriger Erkenntnis nicht im Visier. Das Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) forderte jüngst die deutsche Wirtschaft aber auf, einen etwaigen Befall von Systemen mit Duqu zu melden. Das BSI vermutet hinter Duqu ebenfalls staatliche Institutionen.
Stuxnet soll von den USA und Israel entwickelt worden sein. Der Wurm legte im vergangenen Jahr unter anderem Zentrifugen in der iranischen Atomanlage Natans lahm.
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